Sportbootführerschein See SBF Kurs

Montag, den 26. Juni 2017 um 15.57 Uhr

 

Sportbootführerschein See

Bootsfahrer, die auf offener See oder an der Küste ein Boot mit einer Leistung von mehr als 5 PS fahren wollen, benötigen den amtlichen Sportbootführerschein See. Er war früher unter dem Namen Sportbootführerschein Küste bekannt und wird benötigt, wenn motorisierte Sportboote auf Seeschifffahrtsstraßen gefahren werden sollen. Hierbei handelt es sich um Seestraßen innerhalb der 3-Seemeilen-Zone sowie Fahrwasser innerhalb der 12-Seemeilen-Zone. Lediglich dann, wenn das Boot eine Leistung von 5 PS unterschreitet, ist kein Sportbootführerschein See notwendig.

Sportbootführerschein See

Einschränkungen bezüglich der Größe des Bootes gibt es beim Sportbootführerschein See, im Gegensatz zum SBF Binnen, nicht. Auch ist der SBF Binnen nicht Voraussetzung für den Erwerb des SBF See, wodurch er auch als alleiniger Führerschein erworben werden kann. Inhaber des Sportbootführerschein See haben allerdings die Möglichkeit, durch eine einfache Zusatzprüfung den SBF Binnen zu erwerben und so auch auf Binnengewässern unterwegs zu sein. So können nicht unerhebliche Kosten eingespart werden. Umgekehrt ist es allerdings nicht möglich, mit vorhandenem SBF Binnen lediglich eine Zusatzprüfung für den Bootsführerschein See abzulegen, in diesem Fall muss die Prüfung komplett durchgeführt werden.
Der Bootsführer, der über einen amtlichen Sportbootführerschein See verfügt, kann alternativ auch einen Rudergänger bestimmen, der keinen Führerschein zu haben braucht. Zu beachten ist, dass der Sportbootführerschein See lediglich die gesetzliche Mindestqualifikation zum Führen von Motorbooten auf offener See ist. Der Führerschein bescheinigt dabei ausreichende Kenntnisse, die jedoch in einigen Teilbereichen wie beispielsweise der Gezeitenkunde, nur gering sind. Wer in solchen Gewässern fahren möchte, sollte idealerweise eine zusätzliche Qualifikation erwerben, um im Fall eines Unfalls ausreichend abgesichert zu sein.

Die Voraussetzungen für den Sportbootführerschein See
Um den Sportbootführerschein See erwerben zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Dies ist zum einen das Erreichen des 16. Lebensjahrs, zum anderen das amtliche Zeugnis, welches die Seefähigkeit sowie den allgemeinen Gesundheitszustand bescheinigt. So soll die Tauglichkeit zum Führen eines Sportbootes nachgewiesen werden. Um auch die Zuverlässigkeit bescheinigen zu können, müssen Bewerber ab dem 18. Lebensjahr die Kopie des Kfz-Führerscheins oder aber ein amtliches Führungszeugnis vorlegen. Wer den Sportbootführerschein See schon mit 16 oder 17 Jahren ablegen möchte, benötigt in diesem Fall die Einverständniserklärung der gesetzlichen Vertreter. Damit ist eine eigenmächtige Anmeldung Minderjähriger zu diesen Kursen nicht möglich.

Die Lehrgänge zum Sportbootführerschein See
Für den Erwerb des Sportbootführerschein See müssen zuerst Lehrgänge absolviert werden. In diesen Lehrgängen und Kursen werden die Teilnehmer auf die späteren Prüfungen des SBF See vorbereitet, um diese mit Bravour bewältigen zu können.
Dabei ist es möglich, aus zwei unterschiedlichen Kurssystemen zu wählen. Dies ist zum einen der klassische Präsenzkurs, der von vielen Bootsschulen angeboten wird. Die Lehrgangsleiter bilden dabei sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis aus. Um Beruf und Lehrgang unter einen Hut bringen zu können, finden diese meist am Wochenende oder am Abend statt.
Eine gute Alternative für Alle, die beruflich oder privat stark beansprucht sind, sind Onlinekurse. Anstelle der klassischen Präsenzkurse kann hier das für die spätere Prüfung notwendige Wissen online angeeignet werden. Dabei kann jeder Kursteilnehmer selbst entscheiden, wann er Lernen möchte. Dies ist im Übrigen sowohl zu Hause wie auch unterwegs möglich, benötigt wird lediglich ein onlinefähiger PC oder aber ein Handy. Mit dem Onlinekurs sind Teilnehmer also nicht an Kursorte oder Kurszeiten gebunden und können auch ihr Lerntempo selbst bestimmen. Bei Fragen oder Problemen stehen die Kursleiter in der Regel per Mail oder Telefon zur Verfügung. Die Kosten für eine solche Online-Ausbildung können im Vergleich zur Präsenzausbildung ebenfalls reduziert werden.

Die theoretische Prüfung Sportbootführerschein See
Zur Ausbildung für den SBF See gehört zuerst die theoretische Ausbildung. Kursteilnehmer erlernen hier die Fahrzeugführung, die Wetterkunde, die Navigation sowie die Kollisionsverhütungsregeln. Auch die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung sowie Fragen zur Seemannschaft werden im Kurs behandelt. Damit können die Teilnehmer dann anschließend die theoretische Prüfung meistern, die in meisten Fällen ohne Nachprüfung bewältigt werden kann.
Die Kenntnisse in der Theorie müssen dann in entsprechenden Prüfungsfragen nachgewiesen werden. Die Prüfung ist hierzu in einen Teil mit Fragebögen und einen Kartenteil gegliedert, wo navigatorische Grundkenntnisse nachgewiesen werden müssen. Der Fragebogen beinhaltet 30 Fragen zu den oben genannten Themen. Die Prüfungbögen mit den möglichen Fragen sind im Handel erhältlich und können für die Vorbereitung der theoretischen Prüfung genutzt werden.
Alle Prüfungsfragen sind innerhalb einer Zeit von 75 Minuten zu beantworten. Werden die Antworten komplett richtig gegeben, werden sie mit zwei Punkten bewertet, ist die Antwort nur teilweise richtig, kann nur ein Punkt erworben werden. Die Kartenaufgabe wird mit sechs Punkten bewertet. Somit ist es insgesamt möglich, 66 Punkte zu erwerben. Bis zu einem Punktestand von 55 gilt die Prüfung als bestanden, eine mündliche Nachprüfung ist nicht notwendig. Unter 55, aber über 43 Punkten ist dann eine mündliche Nachprüfung nötig, unter 43 Punkten gilt der theoretische Teil als nicht bestanden.

Die praktische Prüfung SBF See
Zusätzlich zur theoretischen Prüfung muss für den Erwerb des Sportbootführerschein See auch eine praktische Prüfung absolviert werden. Hierbei muss der Prüfungsteilnehmer seine Fähigkeiten im Umfang mit einem Motorboot zeigen, auch werden einige Knoten geprüft. Obwohl der Sportbootführerschein See zum Führen von Motorbooten auf offener See berechtigt, muss die praktische Prüfung nicht auf offener See durchgeführt werden, sie kann auch auf Binnengewässern abgelegt werden. Damit ist es möglich, den theoretischen Prüfungsteil in Wohnortnähe zu absolvieren, wodurch sich die Prüfung sehr gut mit dem Alltag kombinieren lässt.

 
 

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