Sportküstenschifferschein SKS Schein Kurs Sportbootführerschein

Sonntag, den 22. Oktober 2017 um 08.33 Uhr

 

Sportküstenschifferschein

Der Sportküstenschifferschein, kurz SKS Schein, wurde im Jahr 1999 als amtliches Gegenstück zu dem bis dahin geltenden DSV-Segelführerschein BR eingeführt. Er gilt innerhalb der 12-Seemeilen-Zone und enthält gleichzeitig das Internationale Zertifikat. Damit ist es mit dem Sportküstenschifferschein möglich, in allen Gewässern weltweit im 12-Seemeilen-Bereich zu fahren.

Sportküstenschifferschein SKS Schein

Die Ausbildung zum neuen SKS Schein geht über die bisherige Ausbildung zum BR-Schein weit hinaus. So werden Teilnehmer des Kurses auch im Bereich der Seemannschaft, des Schifffahrtsrechts sowie der Wetterkunde und der Navigation unterrichtet, wodurch ein umfangreicheres Wissen erworben wird. Inhaber eines noch alten BR-Scheins wird empfohlen, den neuen SKS Schein ausstellen zu lassen. Diese Umschreibung ist problemlos möglich, hierfür muss lediglich das für die Umschreibung notwendige Formular genutzt werden.
Der SKS Sportbootführerschein kann wahlweise als SKS Schein für Sportboote unter Antriebsmaschine und für Sportboote unter Segel oder aber ausschließlich für Sportboote unter Antriebsmaschine ausgestellt werden.

Die Ausbildung zum SKS Schein
Um den Sportbootführerschein Küste erwerben zu können ist es notwendig, eine theoretische sowie eine praktische Ausbildung zu absolvieren. Die Ausbildung für den Sportküstenschifferschein baut dabei auf der Ausbildung zum Sportbootführerschein See auf. Allerdings wird beim SBF See viel Wert auf das Erlernen der Prüfungsfragen gelegt. Beim Sportbootführerschein hingegen wird das ehemals erlernte Wissen angewandt, weshalb viele Ausbilder viel Wert auf das Umsetzen des Wissens legen. Die Grundkenntnisse des SBF See werden bei der theoretischen Ausbildung vertieft, gleichzeitig wird viel Wert auf die Arbeit mit deutschen und englischen Seekarten gelegt.
Die Ausbildung für den SKS Schein umfasst dabei unter anderem die Navigation sowie den Gebrauch von Seekarten und die Gezeitenkunde. Auch das Schifffahrtsrecht, die Wetterkunde sowie das theoretische Führen einer Segelyacht und die durchzuführenden Maßnahmen in Notfällen werden behandelt.
Die theoretische Ausbildung zum Erlangen des Sportbootführerschein wird vielfach vor Ort angeboten. Die Ausbildung wird dabei sowohl am Abend wie auch am Wochenende durchgeführt, so dass hierfür kein Urlaub genommen werden muss. Alternativ ist es aber auch möglich, die Ausbildung während des Urlaubs zu absolvieren und so Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, wodurch auch die Kosten reduziert werden können.
Im Anschluss an die theoretische Ausbildung folgt natürlich eine praktische Ausbildung, bei der der Umgang mit dem Boot sowie Maßnahmen bei Notfällen trainiert werden.

Die Theorie-Prüfung Sportküstenschifferschein
Für den Sportküstenschifferschein ist eine theoretische Prüfung vorgesehen, die anhand von Fragebögen absolviert werden müssen. Die insgesamt 30 Fragen des ersten Teils stammen dabei aus den Gebieten der Navigation, der Rechtskunde, der Wetterkunde und der Seemannschaft. Die maximale Punktezahl liegt bei 60 Punkten, wobei die Prüfung bereits bei 39 oder mehr Punkten als bestanden gilt. Wurden nur zwischen 33-38 Punkten erreicht, ist eine mündliche Nachprüfung erforderlich, bei der die vorhandenen Kenntnisse mündlich nachgewiesen werden können. Erst dann, wenn weniger als 33 Punkte erreicht wurden, ist der Prüfling durchgefallen und muss die Prüfung wiederholen.
Anschließend muss der zweite Teil bearbeitet werden, wobei hier eine Karten- sowie eine Gezeitenaufgabe absolviert werden muss. Um diese Anforderungen bestehen zu können ist es notwendig, vorab bereits ähnliche Aufgaben bearbeitet zu haben. Im Rahmen der theoretischen Ausbildung werden die Prüfungsteilnehmer jedoch sehr gut hierauf vorbereitet.

Die praktische Prüfung Sportküstenschifferschein
Am Ende der Ausbildung wird für den Erhalt des SKS Schein eine praktische Prüfung notwendig. Sie wird in der Regel am Ende einer Ausbildungsreise absolviert und besteht zum einen aus einer Pflichtaufgabe, dem Rettungsmanöver. Das Boje-über-Bord-Manöver muss dabei als ausreichend bewertet werden, andernfalls gilt die Prüfung als nicht bestanden. Zusätzlich können weitere fünf sonstige Aufgaben gestellt werden, von denen jedoch nur maximal drei richtig beantwortet werden müssen.

 
 

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Wir empfehlen auf jeden Fall weitere Möglichkeiten zu nutzen. Z.B. das Internet, Sachbücher und auch die jeweiligen Verbände sollten als Quellen genutzt werden.