Sportseeschifferschein SSS Schein Kurs Sportbootführerschein

Dienstag, den 12. Dezember 2017 um 13.00 Uhr

 

Sportseeschifferschein

1994 wurde der Sportseeschifferschein als Nachfolger des BK-Scheins des DSV eingeführt. Der Sportseeschifferschein, der oft auch nur als SSS Schein bekannt ist, kann je nach Wunsch für Yachten mit Antriebsmaschine oder aber für Yachten unter Segel ausgestellt werden. Auch eine kombinierte Ausstellung ist möglich. Zusätzlich hierzu kann der SSS Sportseeschifferschein auch zum Führen von Traditionsschiffen oder aber zum Maschinisten auf Traditionsschiffen befähigen. Beim Führen von Traditionsschiffen oder aber bei gewerblich genutzten Sportbooten wird der SSS Schein sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Sportseeschifferschein SSS Schein

Dieser Sportbootführerschein gilt auf allen Seegebieten der Nord- und Ostsee sowie des Bristolkanals und der Irischen und Schottische See. Aber auch im Mittelmeer sowie im Schwarzen Meer können Führer von Yachten mit dem Sportseeschifferschein fahren, sofern die 30-Seemeilen-Zone nicht überschritten wird. Durch das Internationale Zertifikat, welches der Sportbootführerschein enthält, ist das Fahren von Yachten rund um den Globus möglich.

Voraussetzungen SSS Schein
Um den Sportseeschifferschein erwerben zu können, muss der Teilnehmer mindestens 16 Jahre alt sein und bereits den Sportbootführerschein See besitzen. Zudem ist ein Törn von mindestens 300 Seemeilen nachzuweisen, der die vorhandenen praktischen Erfahrungen belegen soll. Es ist allerdings ausreichend, wenn der Seemeilennachweis nach dem Ausbildungstörn erst zur praktischen Prüfung vorgelegt wird.

Die Ausbildung Sportseeschifferschein
Yachtbesitzer, die den SSS Schein erwerben wollen, müssen vorab sowohl eine theoretische wie auch eine praktische Ausbildung absolvieren.
Die theoretische Ausbildung zum Sportbootführerschein umfasst insgesamt vier Themengebiete, die im SSS Kurs bearbeitet werden. Hierzu gehört zum einen die Navigation, denn Kursteilnehmer müssen im Anschluss den Gebrauch und die Berichtigung von Seekarten nachweisen können, auch der Aufbau und der Gebrauch von Gezeitentafeln muss nachgewiesen werden. Zusätzlich zur Navigation umfasst der SSS Kurs auch das Schifffahrtsrecht sowie die Wetterkunde und die Seemannschaft. Neben der Organisation an Bord werden in diesem Zusammenhang auch das Fahren in schwerem Wasser oder aber die Sicherheitsausrüstung behandelt.
Im Anschluss an die Theorie-Ausbildung wird auch eine praktische Ausbildung notwendig. Diese wird innerhalb eines zweiwöchigen Törns absolviert, wobei die Ausbildung möglichst auf einer Yacht durchgeführt werden sollte, die den Anforderungen der Prüfer entspricht. Erlernt werden dabei zuerst die Pflichtaufgaben wie Rettungsmanöver oder die Bedienung von Radargeräten. Aber auch die Bestimmung des Schiffsortes auf Seekarten oder die Wetterkunde und die Navigation gehören in dieses Ausbildungsgebiet.

Prüfung Sportseeschifferschein
Die Prüfungen für den Sportseeschifferschein unterteilen sich in zwei Bereiche. Dies ist zum einen die theoretische Prüfung, bei der das Wissen in Fragebögen belegt werden muss. Diese Prüfungen für den Sportseeschifferschein werden in der Regel am Wochenende abgenommen, wobei am Samstag die Prüfung abgelegt wird, um die Ergebnisse am Sonntag bekannt zu geben. Wurde nicht die notwendige Punktezahl für das Bestehen der Prüfung erreicht, kann auch eine mündliche Nachprüfung notwendig werden.
Die theoretische Prüfung wird in vier Teilbereiche gegliedert. Somit sind Fragen aus den Bereichen der Navigation, der Seemannschaft, des Schifffahrtsrechts sowie der Wetterkunde zu beantworten. Wurden mindestens 65% der Fragen korrekt beantwortet, gilt die Prüfung als bestanden, bei einer Punktezahl zwischen 55-64% ist eine mündliche Nachprüfung erforderlich.
Zusätzlich zur theoretischen Prüfung ist für den SSS Sportseeschifferschein auch eine praktische Prüfung zu absolvieren. Die Reihenfolge der Prüfungen kann beliebig gewählt werden, allerdings ist es notwendig, beide Prüfungen in einem Zeitraum von 36 Monaten abzulegen. Prüfungsteile, die länger zurückliegen, verfallen wertlos.
Die praktische Prüfung kann je nach Zeitrahmen in Gruppen oder Einzeln durchgeführt werden und kann sowohl im Bereich der Ostsee wie auch im Bereich der Nordsee, des Mittelmeeres oder des Atlantiks durchgeführt werden. Sie besteht aus Pflichtaufgaben und sonstigen Aufgaben, wobei die Pflichtaufgaben für den Sportbootführerschein in jedem Fall bestanden werden müssen. Zu den möglichen Aufgaben gehören Aufgaben zur Seemannschaft, zur Navigation, zur Wetterkunde oder zu Manövern.

 
 

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